Dienstag, 21. März 2017

1.2

"Warum ist es mir so wichtig anderen zu helfen und nicht mir selber?
Immer nur anderen helfen wollen, aber nicht mir selbst. "
Nicht zu verstehen, das andere mich wertvoll finden, aber ich mich selbst überhaupt nicht, naja manchmal schon. Immer alles wegschieben zu wollen, die ganzen Gefühle, die ganze Nähe alles weg,
aber die Gefühle gehören doch zu dir, sie sind ein Teil von dir, wenn du sie wegschiebst, gehen sie nicht weg oder werde weniger, sondern eher stärker..
Ich verstehe das schon, aber ich habe Angst mich fallen zu lassen und vor allem loszulassen, ich habe Angst, Angst, Angst.
Angst mich zu zerstören
Aber du zerstörst dich damit, wenn du dich nicht wahr nimmst.
Ja ich weiß.. ich brauche diese Nähe oder diesen Halt, nur ich habe auch eine unfassbare Angst vor diesem Halt, doch alleine pack ichs nicht, ich weiß..


Luna

Therapie


Therapiestunde


du sitzt da ganz verkrampft, wie ein Igel, als würdest du etwas ganz doll festhalten.
Ja ich halte meine Traurigkeit fest., ich habe Angst sie loszulassen, zu zeigen und dann kann ich sie vielleicht nicht mehr beschützen. Deswegen muss ich sie ganz verkrampft und doll festhalten.
Traurigkeit: Warum darf ich nicht raus?
Ich: Sonst kann ich dich nicht mehr beschützen, vielleicht wird es dann zu heftig, wenn ich dich raus lasse.


Ich sitze da, den Blick nach weit unten, Blick zu den Heizungsrohren und Steckdosen, ängstlich und tieftraurig.
Ich wippe hin und her, und habe Angst die Traurigkeit nicht halten zu können.


Hinter dir sind Taschentücher
Ja... ich brauche sie nicht.. oder doch?


Irgendwann sagt sie


Darf ich dich mal umarmen?


Mein ganzer Körper verkrampft sich, ich habe Angst, alles steuert dagegen an und schließlich sage ich "Nein"


Ich würde dich auch wieder loslassen, wenn du es sagst, gerade bei dir würde ich  nicht tun, was du nicht willst.


Nein, ich will nicht, ich kann nicht, ich habe Angst, ganz viel Angst.


(dabei ist es wahrscheinlich, das was ich brauche, eine Umarmung)
"Geh weg, ich kann nicht mehr"


Doch sie bleibt.


"Ich gehe gleich auf Toilette.."


Du kannst es entscheiden, ich kann dich halten, oder du gehst auf Toilette, aber ich bleibe, entweder du gehst  und stehst auf, aber ich bleibe hier sitzen.


"wie asozial", sage ich , aber eigtl, ist es ziemlich nett von ihr..
Ich stehe auf, nimm nur mein Handy mit, Tasche lasse ich im Raum und gehe zur Toilette, mache das Licht an, schließe ab, gehe in die weitere Tür zur Toilette, schließe ab, setze mich auf den Boden, mache mich ganz klein, stütze mein Gesicht auf die Knie und versuche langsam loszulassen, ich bin immer noch verkrampft, ich weine und bin traurig, dass ich gegangen bin und weine, ich spüle, und gehe raus, Blick in den Spiegel, ich wische die Tränen weg, ich gehe wieder in den Raum, sie sitzt noch dort, oh man, ich bin sooo traurig, sie bleibt sitzen, ich packe meine Tasche, ich kann sie nicht angucken, kann nicht zeigen, wie traurig ich bin, sie sagt
melde dich wenn was ist, kann ich dich jetzt so gehen lassen,
ich sage ja.
ich gehe, ich bin immer noch verkrampft, meine Arme sind verschränkt, bis ich zu Hause ankomme, ich bin so traurig,
ich soll meine Angst + Sicherheit+ Traurigkeit aufmalen, vll mache ich das heute noch.


Luna

Freitag, 10. März 2017

vor ein paar Tage aufgeschrieben


Ich laufe von A nach B, mehrere Leute, die it mir sprechen, kriege nicht alles mit, keine Konzentration, und merke dennoch, dass es nicht weiter geht.
Zu viel Stress
nur sagen, das und das und das muss ich noch machen,
keine Zeit für mich, kein Wunder, das ich auf einmal auf Toilette weinend zusammenbreche,
totale Überforderung.

Auf einmal kommen wieder Gedanken der Sinnlosigkeit, Selbstverletzungsgedanken um die verdammte Anspannung loszuwerden.
Ich will doch nicht sterben, ich will einfach, das der Schmerz, die Überforderung aufhört,
ich will endlich mit dem Leben anfangen und nicht nur überleben, doch was bietet mir das Leben?!
Die Vergangenheit, die sich auf die Gegenwart anschließt,
jeder sagt, ich muss da jetzt durch den Dschungel, aber verdammt wo bleibe ich, denkt ihr ich habe mir diese Psyche ausgesucht,
bestimmt nicht.
Ich habe versucht weiterzumachen,
nur leider wurde mir diese Sicherheit immer wieder weggenommen.

Ich habe immer wieder versucht Vollzeit zu arbeiten, versucht immer weiter zu machen,
habe zugesehen, wie ich kaputt gegangen bin und habe trotzdem weitergemacht.
Ich habe aber nun gemerkt, dass ich vll an falschen Stellen gearbeitet habe, d.h. ich brauche andere Stellen, ich kann nicht Vollzeit irgendwo arbeiten, gescheige eine Ausbildung anfangen, noch nicht.
Ich brauche Therapie, Traumatherapie, um das ganze zu verarbeiten und dann kann ich vll wieder nach vorne blicken und damit anfangen zu leben.

Denn Depressionen heißt nicht, einem gehts mal schlecht und nach einem Tag gehts ieder und man ist für Monate wieder erlöst.
Depressionen zu haben bedeutet für mich, das ich kraftlos bin, oft nicht aufstehen kann,
Alpträume jede Nacht zu haben und wenn ich aufwache, erstmal 1-2 Stunden brauche um  klarzukommen und dann es endlich schaffen aufzustehen.
Rausgehen zu wollen, sich vll mit Freunden zu treffen, aber es nicht schaffen rauszugehnen, es geht nicht.
Ängste jeden Tag.
Vll mal ein bisschen stolz zu sein, dass man es geschafft hat duschen zu gehen, obwohl es natürlich für andere Menschen selbstverständlich ist, für mich nicht immer.
Ängste nicht gut genug für die Welt zu sein oder für sich selber zu sein.
Posttraumatische komplexe Belastungsstörung
Alpträume, Ängste, Flashbacks, immer wieder Gedanken an das Erlebte, Angst niemals Nähe zulassen zu können, Angst, dass es nochmal passiert, Angst Vertrauen entgültig zu verlieren,
Angst oft vor der Dunkelheit,
Angst vor neuen Menschen,
Angst niemals lieben zu können.